Ab dem 1. Januar 2009 wird es in Deutschland die Abgeltungsteuer auf private Kapitalerträge geben. Die deutschen Bankinstitute sind dann verpflichtet, von Zinsen, Dividenden, Veräußerungsgewinnen, Erträgen aus Investmentfonds sowie aus Zertifikaten einen festen Abgeltungsteuersatz in Höhe von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer vorzunehmen und an die Finanzbehörde weiterzuleiten. Neu ist auch der Wegfall der einjährigen Spekulationsfrist für Veräußerungsgeschäfte, die nach dem 31.Dezember 2008 erworben wurden. Für Zertifikate wurden Sonderregelungen geschaffen, um zu verhindern, dass die Branche durch die Auflage von Endloszertifikaten die neue Abgeltungsteuer dauerhaft umgeht. Nur Zertifikate, die bis 14. März 2007 gekauft wurden, können noch unbegrenzt von der alten Spekulationsfrist profitieren. Zertifikate, die Anleger nach diesem Stichtag gekauft haben, genießen nur einen eingeschränkten Bestandsschutz. Sie bleiben - bei einer mindestens einjährigen Haltedauer - nur dann steuerfrei, wenn sie bis 30. Juni 2009 verkauft werden.
Bereits seit Mai 2007 befasst sich das Projektteam der G&H Bankensoftware AG mit den Anforderungen und den für die Umsetzung notwendigen Erweiterungen und Anpassungen der BANCOS-Module. Im Januar 2008 wurde das Fachkonzept fertig gestellt.
Wesentliche Erweiterungen in BANCOS sind
• der Kirchensteuerabzug je nach Konfession,
• die Zusammenführung von verrechnungsfähigen
Erträgen, Veräußerungsgewinnen und -verlusten
(Zinstöpfe) sowie
• die Anpassung verschiedener Formulare und
Schnittstellen an die geänderten Steuerdaten.
Die Auslieferung der neuen Modulversionen an unsere Kunden wird im IV. Quartal 2008, rechtzeitig vor Inkrafttreten der neuen Bestimmungen, erfolgen.
Ausführlichere Informationen zur Abgeltungsteuer finden Sie unter www.bundesfinanzministerium.de. Fragen an unser Projektteam beantworten wir Ihnen gerne unter der Emailadresse office[ett]bancos.com.